Das Fest ist vorbei und auch in diesem Jahr konnten wir uns als Veranstalter über einen regen Zuspruch freuen.

Aber was bleibt und wie wird es weitergehen?

Kann man darauf hoffen, wie auch schon in den Jahren zuvor, einmal im Jahr bei unserer Aufführung bis zu 200 interessierte Besucher zu begrüßen?

Reicht es aus zu sagen, wir schaffen es, auch im kommenden Jahr wieder so viele begeisterte Zuschauer in unseren kleinen Ort zu holen?

Und was ist mit den Gästen, die uns über das ganze Jahr besuchen und auf den Spuren des Wunderknaben sind?

Wo finden sie noch, außer in unserer Kirche, ein paar Informationen über ihn?

Gibt es nicht noch andere Möglichkeiten auf seinen Spuren zu wandeln?

Da wäre zum Beispiel ein Ansatz, einen Wanderweg zu erstellen unter dem Namen

"Auf den Spuren des Kehrberger Wunderknaben",

denn wer die Geschichte kennt der weiß, dass seine Familie nicht nur in Kehrberg gelebt hat.

Diese Orte um Kehrberg könnte man dann alleine, oder durch geführte Wanderungen, oder mit dem Rad erkunden und dabei sehr viel interessantes über seine Geschichte erfahren.

Es sind bereits Bücher über den Wunderknaben geschrieben worden.

Lesungen über dieses Thema könnten organisiert werden, die vor allem Schulklassen interessieren sollten, um ihre eigene Geschichte besser kennen zu lernen.

Aber auch über touristische Unternehmen könnten Angebote erstellt werden.

Wir hörten, die Rad und Wanderwege sollten ausgebaut werden,um unsere schöne Prignitz auch über unsere Grenzen hinaus bekannt und attraktiv zu machen.

Da sind wir doch mit unseren Vorschlägen ganz aktuell.

Die Geschichte des Wunderknaben ist nicht nur eine Kehrberger Geschichte.

Vor ca. 250 Jahren hat sich der damalige König Wilhelm I mit diesem Prignitzer Dorf auseinandersetzen müssen.

Durch Sichtung und Aufarbeitung von den vorhandenen Akten aus den Archiven in Berlin war es dem Heimatforscher Hans Serner möglich, diese Unterlagen zu übersetzen und somit der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Durch sie entwickelte er für unseren Verein dieses Theaterstück.

Die Geschichte des Wunderknaben bietet so viel Potential.

Gibt es nicht vielleicht doch eine Möglichkeit einen Platz zu finden, der all das, was bisher an Material zusammen getragen wurde, an einem Ort den interessierten Besuchern zugänglich zu machen?

Es ist eine Chance, die dürfen wir uns nicht entgehen lassen.

Wenn Besucher sagen, das ist ja wunderbar, wohl dem, der so eine Geschichte sein Eigen nennen kann, dann verpflichtet es, dieses auch zu bewahren.

Die Errichtung einer Heimatstube wäre genau so eine Möglichkeit.

Einen Platz zu finden in dem all das Material zu diesem Thema  ausgestellt wird.

Die wahre Geschichte des Kehrberger Wunderknaben gab es schon immer, sie war nur über viele Jahre in Vergessenheit geraten.

Das faszinierende an unserer Gegend ist, dass man all ihre Sehenswürdigkeiten und die Angebote auch von anderen Vereinen auf recht kurzen Wegen erkunden kann.

Sie sind so vielseitig und interessant, so dass jedem Besucher das Passende geboten wird.

Ob es geschichtliche Informationen sind, oder Veranstaltungen für Groß und Klein, all das bietet unsere Region.

Da kann eine Zusammenarbeit unter den Vereinen sehr hilfreich sein und ist auf gar keinen Fall eine Konkurrenz untereinander.

Unser Dorf und unsere Geschichte sind uns wichtig, der Zuspruch von Besuchern macht uns Mut und ist Ansporn für unsere Aktivitäten.

Durch den Wunderknaben hat Kehrberg seine ganz eigene Identität, nutzen wir das auch für die Zukunft

Entgegen der kurzen Lebensgeschichte des kleinen Kehrberger Wunderknaben Johann Ludwig Hohenstein, der um 1734 hier in unserem Dorf weit über die Grenzen des Ortes durch seine wundersamen Kuren bekannt wurde, hat es der Verein geschafft, 10 Jahre diese wahre Geschichte einmal im Jahr in den Mittelpunkt zu stellen. 

 

An diesen Erfolg hatte vielleicht der eine oder andere seine Zweifel. Zu glauben, man könne über mehrere Jahre die Besucher von Nah und Fern begeistern und sich diese Theateraufführung mehr als einmal anzuschauen, war für viele unvorstellbar. Sie haben sich geirrt!

 

Vielleicht lag es an dem Ehrgeiz der Akteure, die sich an diese traurige Geschichte erinnerten und sich ihrer wieder annahmen. Diese wahre Geschichte gab es ja immer, sie war nur über 250 Jahre in Vergessenheit geraten. Dem Heimatforscher Hans Serner haben wir es zu verdanken, dass auch ihn diese Lebensgeschichte des kleinen Johann Ludwig Hohenstein faszinierte und er mehr über den Jungen und seine Familie in Erfahrung bringen wollte. 

 

Die Aufarbeitung der originalen Dokumente aus den verschiedenen Archiven in Berlin und die Umsetzung dieser Zusammenhänge zu einem Theaterstück zu verbinden, das ist Hans Serner vorzüglich gelungen. Es ist ein großes Glück, wenn es Menschen gibt, die sich der Wertigkeit und Wichtigkeit der eigenen Geschichte bewusst sind und damit dem Ort eine ganz besondere Identität geben. Es ist nicht selbstverständlich und oft mit sehr viel persönlichem Engagement verbunden, aber dennoch lohnt es sich, wie man sieht.

 

Dem Geschick und dem Können einiger Mitglieder des Vereins ist es zu verdanken, dass dem Theaterstück in Eigenleistung der passende Rahmen gegeben wurde. Die Vielfältigkeit der Laiendarsteller aus verschiedenen Alters und Berufsgruppen, sowie die Kinder und Jugendlichen vom CJD Hoppenrade, aber auch unsere kleinsten Dorfbewohner verleihen diesem Stück seinen ganz besonderen Charme.

 

Der Wunderknabe von Kehrberg“

  

Wie wird es weitergehen, welche Möglichkeiten hält “der Knabe“ noch für uns bereit? Ideen gibt es viele, aber können wir sie auch umsetzen? Ein Anfang ist gemacht, nur der Wille alleine reicht nicht aus. Soll man sich wirklich diese Chance entgehen lassen? Wir sind bereit mitzugestalten aber ohne Hilfe von offizieller Seite werden wir scheitern. Unser Dorf kann sich glücklich schätzen so eine Geschichte ihr Eigen nennen zu dürfen. Wir müssen nur den Mut haben und gewillt sein, vorhandene Möglichkeiten zu nutzen.

Man wundert sich doch sehr, es ist kaum zu glauben,  was  der  kleine  Kehrberger Junge Johann Ludwig Hohenstein  auch  250 Jahre nach seinem Tod in seinem Heimatdorf noch alles bewirken kann.

 

Vielleicht war seine kurze Lebensgeschichte auch nur ein wenig in Vergessenheit geraten, aber dem Ehrgeiz  des Buchautors und Regisseurs Hans Serner ist es zu verdanken, dass seit nunmehr 9 Jahren einmal im Jahr die wahre Geschichte dieses kleinen Jungen auf der Naturbühne an der Kehrberger Kirche aufgeführt wird. Hans Serner hat viel Zeit damit verbracht in Archiven in Berlin und Brandenburg originale Akten zu diesem Thema durchzuarbeiten und zu übersetzen.

 

Der Förderverein der Kirche Kehrberg e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, sich für den Erhalt und die Renovierung der Kirche einzusetzen.

 

Auch wir haben uns an unsere eigene Dorfgeschichte erinnert und durch die Zusammenarbeit mit Hans Serner war der Gedanke geboren, ein Theaterstück zur Geschichte der Familie Hohenstein zu entwickeln. Inzwischen gehört dieses Theaterspektakel einmal im Jahr zum Dorf. Auch  wenn in den Jahren  die Darsteller gewechselt haben, so ist doch ein harter Kern geblieben und dem Publikum von Nah und Fern gefällt es immer wieder, denn sie bekunden das mit  kräftigem Applaus.

 

Zwei Bauabschnitte an der Kirche wurden bereits abgeschlossen, um dem Ursprung der Kirche gerecht zu werden, wurde eine zugemauerte Eingangstür rekonstruiert und in das seitliche Kirchenschiff originalgetreu eingelassen. Außerdem wurde ein Gedenkstein für den Kehrberger Wunderknaben errichtet. Erste Eindrücke und Hinweise vermitteln zwei Informationstafeln, (Tafel 1 = Ortseingang aus Richtung Schönebeck/Klein Woltersdorf, Tafel 2 = seitliche Treppe zum Kirchhof) die auf die Besonderheiten dieser bewegenden Kehrberger Geschichte hinweisen.

  

Besuchen sie uns in Kehrberg, dem Dorf zum Wunderknaben und lassen sie sich entführen, in eine Zeit, wo man noch auf die Heilkraft durch bloßes Handauflegen glaubte und vertraute.

  

Sie sind uns herzlich willkommen.

 

Gedenkstein von Johann Ludwig Hohenstein

Zur Erinnerung an Johann Ludwig Hohenstein, den Wunderknaben von Kehrberg
Zur Erinnerung an Johann Ludwig Hohenstein, den Wunderknaben von Kehrberg

Kaya Will, ein 5jähriges Mädchen aus dem kleinen Prignitzdorf Kehrberg konnte in diesem Jahr gleich 2x ihre schauspielerische Leistungen vor einem  breiten Publikum unter Beweis stellen. Schon seit 8 Jahren stellt die Theatergruppe um den Heimatforscher Hans Serner, der auch Regie führt, das Schicksal des kleinen Kehrberger Johann Ludwig Hohenstein auf der Freilichtbühne vor der Kehrberger Kirche nach. Bekannt und berühmt wurde dieses Kind(1731-1736) durch  Handauflegen. Ihm wurden heilende Kräfte nachgesagt und er galt fortan als der Wunderknabe von Kehrberg .  Seit Jahren wird diese Geschichte einmal im Jahr, immer im August aufgeführt. Das traurige Schicksal des Johann Ludwig und seiner Familie darf nicht in Vergessenheit geraten.  Ein anderer Grund ist natürlich der Erhalt der Kehrberger Kirche. Sie befindet sich in einem stark renovierungsbedürftigen Zustand und deshalb  sammeln wir auch weiterhin Geld und sind für jede weitere Spende sehr dankbar. Für ihr jahrelanges Engagement und die Freude mit der sie ihre Theaterrollen spielen, sei an dieser Stelle, an alle Laiendarstellern des Stückes, unser Dank gerichtet. Der Applaus des Publikums ist der Lohn für ihre Mühe.

 

Als ein Kamerateam des RBB  am Pfingstsamstag an authentischem Ort in Kehrberg  die Geschichte des Johann Ludwig Hohenstein nachstellte, da wurde jedem  klar, welche schauspielerischen Fähigkeiten in der kleinen Kaya stecken. Sie spielte so überzeugend und souverän, dass alle begeistert waren. Bei  der Ausstrahlung  der Sendung Theodor vom RBB am 07.06.15 unter dem Thema, Medizin auf dem Lande, konnte sich jeder davon selbst überzeugen. Diese Sendung gab auch dem Förderverein Kirche Kehrberg den Anstoß, einen Gedenkstein für den berühmten Kehrberger Jungen zu setzen, als Erinnerung an eine Tragödie, die sich auf gar keinen Fall widerholen darf. Die Zeit bis zur Aufführung im August war knapp, aber nicht unmöglich, diese Idee in die Tat umzusetzen. Kordula Hammermeister stellte einen passenden Feldstein zur Verfügung und Reinhard Wilhelm brachte diesen dann in Form. Somit stand einer Einweihung am 23.08. 15 nichts mehr im Wege. Pfarrer Christian Gogoll, im Theaterstück bekannt als Kreisarzt Dr. Spieß nahm nach der Aufführung die feierliche Einweihung  des Gedenksteines vor. Allen Beteiligten am Gelingen des Festes sagen wir ganz herzlichen Dank.

 

Der Förderverein der Kirche Kehrberg feiert in diesem Jahr sein 10jähriges Bestehen. Unser Bestreben war es immer, sich für den Erhalt des Gotteshauses einzusetzen. Da sich unsere Kirche in einem schlechten Zustand befand und dringend mit der Renovierung begonnen werden musste, um die in ihr befindlichen Werte zu schützen, gründeten wir einen Förderverein .Dieser machte es sich zur Aufgabe sämtliche Aktivitäten des Vereines für die bevorstehenden Baumaßnahmen zur Verfügung zu stellen. Ein positiver Nebeneffekt ist, dass der Verein sich auch aktiv am Dorfleben einbringt und das Dorfleben mitgestaltet. Auf diesem Wege möchten wir uns einmal ganz herzlich bei den vielen Helfern unseres alljährlich statt findenden Wunderknabenfestes bedanken und stellvertretend besonders die Familien Perleberg und Familie Wienecke benennen. Seit nunmehr 8 Jahren bieten wir bei unserem Fest Brot aus dem Buschbackofen an, den uns die Familie Perleberg zur Verfügung stellt und uns dabei tatkräftig unterstützt. Um dem Brot die richtige Mischung und Form zu geben, hilft uns Herr Wienicke  auch genau seit diesen 8Jahren. Es ist nicht selbstverständlich,  deshalb ein recht herzliches Dankeschön an alle.

 

 

Der Wunderknabe im RBB

Ein Fernsehteam des RBB stellte am Samstag dem 23.05.15 sehr anschaulich und interessant die Geschichte des kleinen Kehrberger Wunderheilers dar. Gedreht wurde am authentischen Ort, dort, wo auch der kleine Johann Ludwig Hohenstein mit seinen Eltern und Brüdern gelebt hat.

 

Der Grund für die Dreharbeiten war das Thema Medizin auf dem Lande, welches in der Sendung Theodor vom RBB am 07.06.15 ausgestrahlt werden sollte.

Diese Sendung gab uns, der Theatergruppe und dem Förderverein Anlass, dem kleinen Wunderknaben von Kehrberg einen Gedenkstein zu errichten, welcher am 23.08.15 nach der Theateraufführung feierlich eingeweiht wird.

 

Danke für diesen Tipp an das Team um Herrn Kristof Kannegießer.

 

Gedanken zur Weiterführung des Pilgerweges von Bad Wilsnack zum Klosterstift in Heiligengrabe

 

Umkehr und Einkehr

 

Nehmen wir uns Zeit für uns selbst und für die Schöpfung, die uns allen als ein wertvolles Geschenk mit auf unseren Lebensweg gegeben wurde.  So oder so ähnlich könnte man in Kurzform über das berichten, was so viele Menschen auf den Pilgerweg gebracht hat. Einfach loslassen und einmal im Leben ganz bei sich zu sein.  Die Natur spüren, erfahren wie es ist, die wirklich wichtigen Dinge im Leben zu entdecken.

 

Sich über die Blumen am Wegesrand zu freuen, dem Gesang der Vögel zu lauschen und ganz tief durchzuatmen, dem Wild beim Äsen zuzuschauen, all das lässt uns darauf besinnen, wie reich und schön die Landschaft um uns ist, der wir in unserem täglichen hektischem Leben kaum noch eine Zuwendung und Bedeutung geben.

 

Es lohnt sich alles einmal abzulegen, die Last, die uns das Leben so schwer macht ganz zu vergessen, Kraft und Freude zu tanken, um dann wieder für uns selbst und für die Anderen ein hilfreicher Partner im Alltag zu sein. Machen wir uns auf und finden den richtigen Weg, es lohnt sich!

 

Gemeinsam mit anderen Vereinen sehen wir als Förderverein eine große Chance, unsere Aktivitäten im Verein vorzustellen, um den Besuchern ein abwechslungsreiches Angebot auf ihren Pilgerwegen zu bieten und damit unsere schöne Prignitz touristisch bekannt zu machen.

 

Nehmen Sie sich ein wenig Zeit, verweilen Sie in unserer schönen Umgebung, bevor Sie sich dann weiter auf Ihren Pilgerweg begeben. Auf recht kurzen Wegen lernen Sie die unterschiedlichsten Sehenswürdigkeiten der Region kennen, erfahren viel Wissenswertes aus der Arbeit der hier ansässigen Fördervereine, erleben geschichtliche und kulturelle Angebote.

 

Für einen Zwischenstopp und als Übernachtungsmöglichkeit bietet das Pfarrhaus in Lindenberg eine gute Möglichkeit, Sie erreichen uns unter folgender Tel.: 033982-508959

 

Fax: 033982-508960

 

sowie über Internet: pfarramt.lindenberg.buchholz@web.de


Bilder der Übernachtungsmöglichkeiten des Pfarrhaus Lindenberg finden Sie in unserer Rubrik  "Zusammenarbeit".

 

Wir freuen uns auf Sie und wünschen Ihnen eine schöne erholsame Auszeit.

 

 

 

Autor: Hans Serner
Autor: Hans Serner

"Das Kehrbergische Wunderkind - Dokumentation einer Tragödie" mit der ISBN
978-3-88309-853-1 kann für 40,-Euro unter www.bautz.de bestellt werden.

 



Autor: R. Rudloff, Pfarrer aus Kletzke
Autor: R. Rudloff, Pfarrer aus Kletzke

Zu einem Preis von 4€ erhalten Sie das Heft zum Kehrberger Wunderknaben.